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Im Rahmen des EU-Projekts CHEERS4EU besuchte ein Team der Standortagentur Tirol Ende Januar 2025 die spanische Region Asturien. Ziel der Studienreise war es, erfolgreiche Modelle der Kreislaufwirtschaft kennenzulernen und daraus konkrete Ansätze für Tirol abzuleiten. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung des Circular Hub Tirol ein und werden gemeinsam mit regionalen Stakeholdern reflektiert.
Vom 28. bis 30. Januar 2025 stand der Austausch mit Partnerregionen aus ganz Europa im Mittelpunkt. In einem strukturierten Assessment analysierten die Projektpartner:innen die Stärken und Schwächen ihrer jeweiligen Circular Hubs und identifizierten darauf aufbauend Entwicklungspotenziale. Ergänzend dazu wurden politische Rahmenbedingungen diskutiert, die den Ausbau der Kreislaufwirtschaft gezielt unterstützen können.
Ein besonderer Fokus lag auf konkreten Praxisbeispielen aus Asturien. In Fachvorträgen wurden regionale Strategien sowie erfolgreiche Initiativen vorgestellt, darunter der Asturias Paradise Hub 4 Circularity, der Unternehmen bei der Transformation hin zu nachhaltigen Produktionsweisen begleitet. Exkursionen zu ausgewählten Betrieben ermöglichten vertiefende Einblicke in innovative Technologien und Prozesse. So entwickelt das Kraftwerk La Pereda neue Ansätze zur Energiegewinnung und CO₂-Reduktion, während in der Abfallwirtschaftsanlage COGERSA Abfälle recycelt und zu alternativen Brennstoffen verarbeitet werden.
Weitere Programmpunkte widmeten sich der effizienten Ressourcennutzung in der Industrie. Besuche der Kläranlage Villapérez und des GASLAB von ArcelorMittal zeigten, wie Wasser wiederverwendet und Nebenprodukte wie Restgase sinnvoll genutzt werden können.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden im Rahmen eines regionalen Stakeholder-Boards nach dem Multi-Helix-Prinzip diskutiert und bewertet. Ziel ist es, jene Ansätze zu identifizieren, die sich auf Tirol übertragen lassen und dort einen nachhaltigen Mehrwert schaffen.
CHEERS4EU leistet als erstes EU-Projekt mit Fokus auf Circular Hubs einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft in Europa. Durch den systematischen Wissensaustausch und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen unterstützt das Projekt die Verankerung nachhaltiger Wirtschaftsmodelle in regionalen Strategien und fördert die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung.


