© Agrarmarketing Tirol
Die Tiroler Almen sind fester Bestandteil der heimischen Landwirtschaft, prägen unser Landschaftsbild und sind eine tragende Säule für den Tourismus. Daher kümmert sich die Agrarmarketing Tirol um die professionelle nachhaltige Verankerung von Almthemen.
Mehr als 2.000 Almen prägen Tirols Landschaftsbild seit Jahrhunderten. Viele Rinder, Schafe, Pferde, Ziegen und Schweine leben von Mai bis September im 2. Stockwerk Tirols. 32.000 und damit mehr als die Hälfte aller Tiroler Milchkühe verbringen ihre „Sommerfrische“ auf Almen. Damit ist Tirol österreichweit Spitzenreiter. Denn mehr als die Hälfte aller gealpten Milchkühe in ganz Österreich fallen auf Tirol! Die Agrarmarketing Tirol unterstützt mit dem Projekt „Almelben“ die milchverarbeitenden Almen mit Schulungen und Marketingmaßnahmen. Auf vielen Almen wird die frische Almmilch auch abgeholt und im Tal weiterverarbeitet. In Zusammenarbeit mit der Erlebnis Sennerei Zillertal gibt es in den Sommermonaten „Qualität Tirol“ Almmlich, Buttermilch, Joghurt und Graukäse aus Almmilch im Tiroler Lebensmittelhandel.
Die Bewusstseinsbildungskampagne unter dem Arbeitstitel „Unsere.Almen“ ist eine laufende Kooperation zwischen der Agrarmarketing Tirol und dem Almwirtschaftlichen Verein Österreichs. Die Website www.unsere-almen.at sowie die angeschlossenen Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram und YouTube) wurden auch 2025 konsequent als zentrale Plattformen für Information, Dialog und emotionale Vermittlung rund um die Almwirtschaft genutzt. Der inhaltliche Fokus lag dabei verstärkt auf kontinuierlicher Präsenz, Zielgruppenverjüngung sowie dem Ausbau von Medienkooperationen.
In Zusammenarbeit mit Radio U1 Tirol wurde mit den „Gschichten von der Alm“ über den gesamten Almsommer hinweg wöchentlich eine einstündige Radiosendung ausgestrahlt, die im bewährten Infotainment-Stil zentrale Almthemen für ein breites Publikum aufbereitete. Gemeinsam mit Judith Wild von Radio U1 war der „Almfuchs“ dafür auf zahlreichen Tiroler Almen unterwegs und brachte Almthemen direkt aus dem Lebens- und Arbeitsraum der Almwirtschaft zum Publikum. Begleitend zur Radiosendung wurden Beiträge und Ankündigungs-Reels als Collab-Posts zeitgleich über die Kanäle von Unsere.Almen und Radio U1 ausgespielt. Diese crossmediale Verknüpfung ermöglichte es, sowohl bestehende Social-Media-Communities als auch die treue U1-Hörer:innenschaft wirkungsvoll anzusprechen. Das qualitative Feedback sowohl aus der Hörer:innenschaft als auch der digitalen Community fiel sehr positiv aus. Aufgrund des großen Erfolgs wird das Format auch 2026 fortgesetzt.
Auf Facebook konnte die Follower:innenschaft trotz fehlendem Werbebudget leicht gesteigert werden. Das organische Wachstum unterstreicht die stabile Bindung einer treuen Kernzielgruppe aus Landwirtschaft, Almwirtschaft und alpinem Umfeld.
Sehr positiv entwickelte sich der Instagram-Kanal. Durch den gezielten Einsatz von Reels und Stories sowie Kooperationen mit aufstrebenden Alm-Influencer:innen konnte insbesondere die Zahl jüngerer Follower:innen – eine zentrale Zielgruppe der Bewusstseinsbildung – nahezu verdoppelt werden.
Die Zugriffszahlen auf dem YouTube-Kanal konnten nicht an das außergewöhnlich hohe Niveau des Vorjahres anschließen, das durch zwei besonders reichweitenstarke Interviewformate geprägt war. Dennoch blieb YouTube ein wichtiges Medium für hochwertige Langform-Inhalte und als Archiv fundierter Almthemen.
Inhaltlich weiterentwickelt wurde das Portal zudem durch die Einrichtung einer eigenen Podcast-Unterseite. Ein besonderes Highlight stellte dabei ein gemeinsamer Podcast mit dem Ö3-Award-prämierten Format von „Land schafft Leben“ dar, das österreichweit hunderttausende Hörer:innen erreichte. Diese Kooperation bedeutete einen wesentlichen Schritt in Richtung bundesweiter Sichtbarkeit und positionierte Unsere.Almen klar als kompetenten Partner in der zeitgemäßen agrarischen Wissensvermittlung.
Insgesamt entwickelt sich die Bewusstseinsbildungsarbeit von Unsere.Almen zunehmend von reiner Reichweitenlogik hin zu nachhaltiger Zielgruppenbindung, strategischen Medienpartnerschaften und qualitativer Markenbekanntheit. Trotz begrenzter finanzieller Ressourcen konnten durch inhaltliche Klarheit, persönliche Präsenz und innovative Formate wesentliche Impulse für das öffentliche Verständnis der Almwirtschaft gesetzt werden.


